…in its finest hour.
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25. Sep 2009Johannes B. Kerner, Journalisten-Darsteller des ZDF, hat sich in seiner Sendung über Twitter aufgeregt:
Nun bin ich keiner der vehementen Anhänger, die Twitter für die nächste Stufe des Journalismus halten etc. Ich halte Twitter lediglich für ein recht amüsantes Tool, eine Plattform zum Austausch von Gedanken, interessanten Links oder was auch immer. Aber ich kann absolut verstehen, dass man Twitter doof findet und nichts damit zu tun haben will.
Dennoch habe ich zwei Probleme mit Kerners Aussagen: 1) Warum muss man seine Meinung zu Twitter unbedingt in seiner Sendung verkünden, wenn man das ganze eh doof findet und überhaupt keine Lust hat, es von verschiedenen Seiten zu betrachten? Und 2), viel wichtiger: Kerner sagt, Twitter sei “[v]öllig gehaltlos für journalistisches Arbeiten.” Er betrachtet den Dienst also unter dem Gesichtspunkt, wie nützlich er für den Journalismus sein kann, was grundsätzlich legitim ist. Wenn man so argumentiert, sollte man allerdings selbst in der Lage sein, sich mit journalistischen Mitteln mit Twitter auseinanderzusetzen, das heißt vor allem: Im Vorfeld zu recherchieren. Wer eine Minute auf einem (Fake-)Profil bei Twitter verbringt, ist nicht in der Lage, ein Urteil darüber zu fällen, schon gar nicht, wenn es um journalistische Qualität geht, denn dazu müsste man erst mal selbst Journalist genug sein, sich vorher und vorurteilsfrei mit dem Thema auseinanderzusetzen.
(via Basic Thinking)