…in its finest hour.
In: Uncategorized
10. Aug 2009Sascha vom schönen Blog endgültig veranstaltet eine Blog-Parade zum Thema Filmmusik. Da mach ich gerne mit:
Zunächst mal schließe ich mich grundsätzlich Julia von 49 Suns an: Es gibt zwei verschiedene Arten von Filmmusik, von denen die erste, eigens für den Film komponierte, meist orchestrale Musik nur in Kombination mit den Bildern funktioniert, da sie um genau diese zu untermalen komponiert wurde und ohne keinen Sinn ergibt, die zweite dagegen, nämlich im Film eingesetzte Popmusik, durchaus auch ohne den Film funktionieren kann, meist ja sogar schon vor dem Film existierte.
Ein sehr gelungenes Beispiel für die erste Art ist meiner Meinung nach There Will Be Blood: Der vom Radiohead-Gitarristen Jonny Greenwood komponierte Soundtrack macht ohne die Bilder mal so gar keinen Sinn, in Kombination mit dem Film entwickelt er aber eine ungeheure Kraft. Das ganze klingt dann so:
Und da ich keinen passenden Ausschnitt finde, habe ich einen weiteren Grund, diesen fantastischen Film zu empfehlen, eben auch um die Musik “im Einsatz” zu erleben.
Für mich funktioniert allerdings meist der zweite Weg, der Einsatz von Popmusik im Film, wesentlich besser. Deswegen hier meine 5 besten Popmusik-Momente in Filmen (in keiner besonderen Reihenfolge und ohne gewähr, morgen seh ich das schon wieder anders):
1. Natürlich Fight Club. Die fantastische Endszene, in der zu Where Is My Mind? von den Pixies der Plan des Projekt Chaos Realität wird. Jedem, der den Film noch nicht kennt, rate ich, auch wenn man gar nicht so viel sieht, dringend davon ab, das folgende Video anzuschauen.
2. Reservoir Dogs – Die Folterszene, unterlegt mit Stuck in The Middle With You von Stealers Wheel. Der Kontrast von den sehr harten, grausamen Bildern zu diesem doch eher unbeschwerten Song beeindruckt mich auch nach dem tausendsten Mal sehen noch. Da Einbetten leider deaktiviert ist, bitte hier entlang.
Die Szene soll hier stellvertretend für alle Tarantino-Filme stehen, da ich sonst die gesamte Liste damit füllen könnte. Uma Thurmans Tanzszene zu Girl, You’ll Be A Woman Soon aus Pulp Fiction, das Reservoir Dogs Intro zu Little Green Bag, um nur zwei Beispiele zu nennen.
3. Die letzte Szene in Juno, in der Michael Cera und Ellen Page zusammen Anyone Else But You von den Moldy Peaches spielen und (schief) singen. Etwas sehr niedlich, aber dennoch sehr, sehr schön:
4. Mr. E’s Beautiful Blues in Road Trip. Klingt glaub ich mehrfach an, verbinde ich auch mit keiner konkreten Szene, sondern mit dem ganzen Film, der für mich (auch wenn er pubertär und weiß nicht was ist) einer der Filme ist, die ich immer und immer wieder anschauen kann. Außerdem war der Film meine erste Berührung mit ebendieser Band, Eels, die mittlerweile eine meiner Lieblingsbands sind. Hier das Video zum Song mit vielen Szenen aus dem Film, in dem man außerdem sieht, wie sehr E den dreh des Videos gehasst hat:
Goddamned right, it’s a beautiful day!
5. What is love, Ron? Die Afternoon Delight Szene in Anchorman. Wenn die vier Hauptfiguren spontan in die Darbietung dieses ziemlich cheesy Songs einstimmen, fall ich noch immer fast vom Stuhl:
Als Zugabe noch das auf der DVD enthaltene Musikvideo:
If you don’t think this song is the greatest song ever, I will fight you. That’s no lie.
Damit endet dann auch mein Beitrag zum Thema “Filmmusik”. Ich werde jetzt wieder ein paar Tage Afternoon Delight im Ohr haben und habe jetzt Lust, alle genannten Filme mal wieder anzuschauen.
Wer noch mitmachen will, hat noch bis zum 17.8. Zeit und muss nur einen Trackback auf die ganz oben im ersten Absatz verlinkte Seite setzen. Es gibt sogar was zu gewinnen.
4 Reaktionen zu Filmmusik – Die 5 besten Popmusik-Momente in Filmen (für den Moment)
endgueltig
10. August 2009 am 1:52 pm
Wow, welch schöner Beitrag. Die Pixies sind wirklich großartig. Und die Szene so oder so…
Leider ist kein Trackback angekommen, so das du bitte noch einen Kommentar hinterlassen musst…
juliaL49
10. August 2009 am 2:26 pm
Mei, exzellente Film- und Musikauswahl! Und mir fällt auf, dass ich Stuck in the Middle überhaupt gar nicht in meiner Sammlung habe. Das muss schnellstens geändert werden.
Witzigerweise hat derjenige, der mir die Pixies und die Eels näherbrachte, mich gezwungen auch Fight Club zu gucken. Muss irgendein Zusammenhang im Geschmack bestehen…
Will Ferrell dagegen, üh nee.
herrlehmann
10. August 2009 am 3:24 pm
Ich finde mittlerweile auch, dass Will Ferrell ziemlich überrepräsentiert ist, aber Anchorman und Talladega Nights sind nach wie vor super
Endgültig » Post Topic » Endgültig 7 (+1) kleine Blogger‘lein
14. August 2009 am 12:18 pm
[...] ich ein Hamster war macht gerne bei mir mit und schreibt über Headliner… …so, da war es nur noch [...]