…in its finest hour.
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30 Aug 2010The Walking Dead gibt es jetzt als Motion-Comic. Hat was.
(via Kaliban)
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28 Aug 2010Warum es hier grad eher still ist:
Das ist natürlich gelogen, ich hab kaum zu tun und mehr als genug Zeit. Wird schon, erstmal muss ich aber auf Nerf This hinweisen, großartiges Webcomic von Scott Ferguson, wie man an obigem Bild wohl erkennen kann.
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27 Aug 2010Am 17. September erscheint John K. Samsons nächste Solo-EP. Das ist ein Grund zur Freude, deswegen hier ein Mitschnitt von seinem Konzert letztes Jahr im Düsseldorfer Zakk, sicher eines der besten, das ich je besucht habe. Der Song hatte damals noch keinen Namen, heißt jetzt aber The Last, And und wird auf der neuen EP enthalten sein und im Grunde von Edna Krabappel handelt. Naja, bedingt, aber ich mag die Geschichte.
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23 Aug 2010Seit gut einem halben Jahr schreibe ich hier einen Film in den Himmel, den ich bis Freitag noch gar nicht gesehen hatte. Bei Scott Pilgrim vs. The World standen aber nunmal alle Anzeichen auf Nerdgasm: Bryan Lee O’Malleys Vorlage ist das beste, was der Comic-Welt in den letzten 10 Jahren passiert ist, Edgar Wright hat in der Vergangenheit (nicht nur) mit Spaced meine liebste TV-Serie aller Zeiten abgeliefert und Hauptdarsteller Michael Cera hat bisher auch nur wenig falsch gemacht. Um es kurz zu machen: Scott Pilgrim vs. The World hat alle Vorschusslorbeeren verdient und wird wohl keinen Fan der Vorlage enttäuschen. Wer es ausführlicher möchte, möge jetzt weiterlesen.
Zum Inhalt: Scott Pilgrim (Michael Cera) ist Anfang 20, “between jobs”, spielt Bass in einer (mittelmäßigen) Band und datet die 17jährige Knives Chau (Ellen Wong). Bald jedoch trifft er auf Ramona Flowers (Mary Elizabeth Winstead) – zuerst in seinen Träumen, dann in der Wirklichkeit. Nach eher peinlichen ersten Kontaktversuchen schafft er es, sie zu überreden, mit ihm auszugehen. Tatsächlich wird daraus eine Beziehung, die allerdings ihre unangenehmen Seiten hat: Scott muss für Ramona kämpfen – im wörtlichen Sinne. Ihre 7 Evil Exes warten darauf, von ihm besiegt zu werden. Dass er, sehr zum Leidwesen seiner kleinen Schwester (Anna Kendrick) und seines schwulen Mitbewohners Wallace (Kieran Culkin), noch immer nicht offiziell mit Knives Schluss gemacht hat, macht es ihm nicht unbedingt einfacher.
Man hat als Comic-Fan nicht selten das Gefühl, von Filmemachern nicht wirklich ernst genommen zu werden. So gern man sich in Hollywood mittlerweile an Comic-Vorlagen bedient, so verwässert und an den Mainstream angepasst sind letztlich die Endprodukte. Ob Batman, der krampfhaft auf “realistisch” getrimmt wird und zu Jason Bourne im Fledermaus-Kostüm verkommt, oder Spider-Man, der entgegen der komplexen Charakterentwicklung der Comics in erster Linie jammert – wer auch immer die Zielgruppe solcher Verfilmungen sein soll, es sind sicher nicht Comic-Fans.
Bei Scott Pilgrim vs. The World ist das anders: Hier wird deutlich, dass alle Beteiligten, allen voran Regisseur Edgar Wright, die Vorlage lieben und dass die Fans dieser ihnen am Herzen liegen. Das fängt an beim Look: Nie hat sich ein Film so nach Comic angefühlt, nie wurden Stilelemente wie Lautmalerei oder simple Textboxen so konsequent in einen Film integriert, ohne störend zu wirken. Visuell entspricht Scott Pilgrim vs. The World sicher nicht gerade Sehgewohnheiten, überzeugt aber mit dem originellsten, unverbrauchtesten Look & Feel seit langem.
Damit hört die Treue zur Vorlage aber noch lange nicht auf. Wie die Comics ist auch der Film geprägt von einem Zitatereigen, einer Referenzdichte, die von Comics über TV-Serien und Videospiele bis hin zu Jugend- und Internetkultur eine beeindruckende Bandbreite abdeckt, gegenüber den Comics sogar noch um neue, dem Medium Film angepasste Anspielungen ergänzt wurde, aber nie zum Selbstzweck wird. Wie die Charaktere in Spaced sind auch die in Scott Pilgrim vs. The World mit Popkultur aufgewachsen, sie ist ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens. Dass sie im Film dann im wahrsten Sinne des Wortes zum Leben erweckt wird, erscheint nur konsequent: Was bei Spaced in der Fantasie der Charaktere, in Comicheften oder auf Videospielbildschirmen passierte, wird hier zur Wirklichkeit. Wer möchte, kann hier gerne eine Metaebene sehen, zeigt der Film so doch nicht zuletzt, wie sehr Popkultur das Leben und Denken junger Menschen heute beeinflusst.
So amüsant all die Zitate, all die Anspielungen, visuell oder in Dialogen, auch sind, das alles würde nicht funktionieren ohne eine nachvollziehbare Story und greifbare, lebendige Charaktere. Tatsächlich ist der ganze Film durchzogen von einer Wärme, einer Liebe für seine sehr runden Charaktere, und tatsächlich erzählt Scott Pilgrim vs. The World quasi im Vorbeigehen eine bittersüße und trotz aller Abgedrehtheit eben doch sehr reale Liebesgeschichte, wie sie das Kino wohl seit (500) Days of Summer nicht mehr gesehen hat. Sowohl Scott als auch Ramona agieren nachvollziehbar und nicht immer sympathisch – gerade Ramona verhält sich nicht selten sogar ziemlich beschissen. Dass trotzdem jederzeit verständlich bleibt, warum Scott sich in sie verliebt, ist nicht nur dem hervorragenden Drehbuch zu verdanken, dass immer wieder auch sehr niedliche, zärtliche Szenen zwischen den beiden bietet, sondern auch Mary Elizabeth Winstead, die ihre Rolle, durchaus eine Gradwanderung, mit Bravour meistert und selbst in ihren weniger sympathischen Szenen eine Menge Charme ausstrahlt.
Generell lässt sich über die Besetzung nur Positives sagen: Bis in die kleinste Nebenrolle wurden hier die perfekten Schauspieler gefunden. Über allem steht natürlich ein Michael Cera, der es schafft, gleichzeitig seinen liebgewonnen, knuffig-neurotischen Nerd zu geben und diesem eine ungekannte Präsenz und Entschlossenheit mitzugeben, die ihn sowohl die ruhigeren Momente als auch die – übrigens hervorragend inszenierten – Action- und Martial-Arts-Szenen tragen lässt. Doch auch der Rest des Ensembles, sei es Kieran Culkin als Wallace, nicht selten der einzig klar denkende Charakter, Anna Kendrick als Scotts nervige, Gossip-besessene, aber irgendwie doch ungleich reifere kleine Schwester oder, meine persönliche Favoritin, Alison Pill als Scotts Exfreundin (und Drummerin seiner Band), die zwar wenig zu sagen hat, aber mit jedem ihrer Sätze den anderen Figuren die Show stiehlt. Dass ihre Beziehung mit Scott zwar thematisiert wird, aber eine kleinere Rolle als in den Comics spielt, ist mein einziger kleiner Wermutstropfen, der aber eben dem Herunterkürzen der Handlung von sechs Comics auf einen Film verschuldet ist und letztlich, im Blick auf das Gesamtprodukt, nicht wirklich ins Gewicht fällt.
Abgerundet wird das ganze von einem fantastischen Soundtrack, der nicht unbedingt die besten Songs der Welt vereint, aber jederzeit zum Geschehen auf der Leinwand und besonders zu den im Film auftretenden Bands passt – The Clash at Demonhead, im Film eine gefeierte, junge Band, sind eben tatsächlich gut und die Begeisterung des Publikums überträgt sich auf den Kinosaal und auch Sex Bob-omb, Scotts Band, ist ziemlich genau die rumpelnde, aber doch irgendwie nett anzuhörende Garagenrock-Combo, die man nach den Comics erwartet.
Scott Pilgrim vs. The World wird den absurd hohen Erwartungen der Fans also mehr als gerecht – nie wurde Pop- und Nerdkultur im Kino so gefeiert, anstatt nur als Aufhänger für das x-te immergleiche Mainstream-Franchise zu dienen und selten sieht man einem Film wie hier in jeder Sekunde an, wieviel Liebe und Herzblut alle Beteiligten in dieses Produkt gesteckt haben. Wer die Vorlage liebte, wird auch den Film lieben, wer mit Videospielen, Comics und Serien aufgewachsen ist und Popkultur als einen wichtigen Teil seines Lebens ansieht, wird sich darin wiederfinden – und auch alle anderen dürften zumindest anerkennen, welche Detailverliebtheit in diesem Film steckt. Der Titel Film des Jahres dürfte sicher sein und auch auf längere Sicht erwartet uns wohl erstmal kein derart einzigartiger Film. Bleibt zu hoffen (leider auch zu bezweifeln), dass er wenigstens im Ansatz den Erfolg bekommt, den er verdient.
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23 Aug 2010Ich hab lang überlegt, ob das hier überhaupt stattfinden soll, weil ich mich irgendwie unqualifiziert fühle, dazu wirklich was zu sagen. Es hat mich aber dennoch getroffen: Christoph Schlingensief ist tot. Und auch, wenn ich längst nicht mit allem, was er gemacht hat, wirklich etwas anfangen kann, nicht alles verstanden habe und nicht einmal alles kenne, war ich doch begeistert von diesem Mann, als Künstler wie als Person. Deswegen: Scheiße. Den Rest haben glücklicherweise andere aufgeschrieben.
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22 Aug 2010Etwas verspätet hier dann noch meine Eindrücke vom Freitag auf der Gamescom. Verbracht habe ich den größten Teil des Tages in Halle 8, tatsächlich fand ich sonst nirgendwo etwas wirklich interessantes, die 4000ste Singstar-Neuauflage oder -Kopie kann mich nunmal nicht besonders locken. Hier deshalb nur die (wenigen) Spiele, die ich interessant fand:
-Metroid Other M für die Wii gefiel mir beim ersten Anspielen sehr gut, auch wenn es alles andere als komplex ist, das dürfte ein nettes Actionspiel werden. Die Steuerung nur mit der Wii-Remote (warum heißt das Ding eigentlich nicht “Wiimote”?) funktioniert hervorragend, der Wechsel zwischen 3rd-Person-Perspektive und Ego-Ansicht (in der man sich nicht bewegen, sondern nur schießen kann), ging sehr flüssig vonstatten. Ich glaube zwar, dass hier mehr drin gewesen wäre, denn es ist ziemlich gradliniges Geballer, aber Spaß macht es.
-Golden Sun DS ist ein Titel, auf den ich mich schon lange freue. Der (zugegeben sehr begrenzte) erste Eindruck ist aber durchwachsen. Das Spiel sieht schlechter aus als seine Advance-Vorgänger und die Steuerung ist mit dem ganzen Gewische eher umständlich. Könnte natürlich doch schön werden, wen Story und Rätsel wieder stimmen, aber ich befürchte, so gut wie die Originalspiele wird das nicht.
-Sonic 4 für die X-Box ist…Sonic 4. Das gleiche, wie immer bei Sonic, wird also super. Besonders die 2D-Grafik, und zwar wirklich 2D, nicht New Super Mario Bros.-2D, gefällt mir. Wenn mir einer eine X-Box schenkt werd ich mir das zulegen.
Ansonsten war das Potential der Gamescom auch echt schnell erschöpft. Es ist tatsächlich wie bei Filmen: Nur noch Sequels, Remakes und Plagiate. Es gefällt mir, dass sich gerade Nintendo wieder mehr auf die guten alten SNES-Zeiten beruft, aber ich weiß schon, warum ich die Gaming-Industrie nicht mehr so leidenschaftlich verfolge wie früher. Dass Freitag dennoch einer der besten Tage seit langem war, liegt zum Einen daran, dass es sehr schön war, all die netten Moviepilot-Menschen wiederzusehen. Zum Anderen daran, dass ich Scott Pilgrim vs. The World sehen konnte. Ein ausführliches Review folgt natürlich noch, immerhin lest ihr das führende deutsche Scott Pilgrim-Blog (Zitat Batz), aber soviel sei schonmal gesagt: Enttäuschen wird der Film wohl niemanden.
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19 Aug 2010Als anständiger Nerd besuche ich natürlich auch in diesem Jahr die Gamescom. Heute war der erste Tag für mich, ich hatte leider jedoch nur wenig Zeit, weswegen ich auch kaum angespielt habe. Aber immerhin zwei potentielle Highlights hab ich dann doch angetestet:
Scott Pilgrim ist, was das Gameplay betrifft ziemlich genau, was ich erwartet habe: Side-Scrolling Gekloppe, Horde Gegner, drei Schritte laufen, nächste Horde Gegner, kurz: Button-Mashing Galore. Alle drei Minuten gibt’s neue Moves, die aber komplett egal ist, weil man eh immer alles gleichzeitig drückt. Das macht eine Weile sehr, sehr viel Spaß, ich bezweifle aber, dass ich Stunden mit dem Spiel verbringen könnte. Was mir aber gefällt, ist, dass das Spiel zumindest im Ansatz die Referenzdichte der Comics übernimmt – das reicht vom offensichtlichen, der Grafik, bis hin zu Details wie Sprechblasen mit Emoticons über den Figuren.
Ganz groß wird jedoch Donkey Kong County Returns, das sich tatsächlich anfühlt wie die großartigen SNES-Klassiker, aber auch ganz nett mit den Möglichkeiten der Wii-Steuerung und -Optik spielt. Werde das sicher morgen erneut antesten, die beiden Level, die ich bisher gespielt habe, waren jedenfalls auch sehr gut designt und wenn Schwierigkeitsgrad, Spielzeit und ähnliche Details stimmen, wird das ein echtes Wii-Highlight.
Ansonsten habe ich vor allem im leider noch immer sehr stiefmütterlich behandelten, aber dennoch irgendwie coolen Retrobereich abgehangen. Angespielt habe ich lediglich noch Spiderman Dimension oder wie das heißt, was einfach nur ein Splinter Cell Klon mit Netzen ist. Kann man getrost ignorieren. Für morgen steht jedoch noch einiges auf meiner Liste und dieser eine Film da wartet ja auch auf mich…
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18 Aug 2010Das hier ist der Trailer zur Doku Freakonomics, der Verfilmung des gleichnamigen Sachbuches von 2005. Die Vorlage liegt schon seit Monaten ungelesen bei mir rum, und da das, was ich hier sehe, sehr, sehr großartig aussieht, muss ich mich da langsam mal ransetzen.
(via Fünf Filmfreunde)
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17 Aug 2010John “Hannibal” Smith (Liam Neeson), Templeton “Faceman” Peck (Bradly Cooper), B.A. Baracus (Quinton “Rampage” Jackson) und H.M. Murdock (Sharlto Copley) sind das A-Team, eine geheime Spezialeinheit des US-Militärs. Nachdem sie bei einem Einsatz im Irak eines Verbrechens beschuldigt werden, das sie nicht begangen haben, brechen sie aus dem Militärgefängnis aus, um ihren Namen reinzuwaschen.
Mit das A-Team wird also mal wieder eine Kultserie verfilmt, die auch beste Voraussetzungen für gutes Actionkino bietet. Und tatsächlich ist das Opening des Films, mit der Einführung der Figuren, absolut grandios und bietet – obwohl schon hier die später deutlich stärker ins Gewicht fallende Wackel-Kamera-Inszenierung auffällt – jede Menge reichlich doofe, aber auch unfassbar spaßige Action (die wohl beste Hubschrauberverfolgungsjagd der Filmgeschichte!). Auch der zweite Einsatz, in dem das A-Team 8 Jahre später des Verbrechens beschuldigt wird, macht noch viel Spaß, was vor allem wohl daran liegt, dass hier noch immer nicht so richtig die Story beginnt und es eher um aneinandergereihte Action geht.
Nach diesem recht ausführlichen Set-Up für die doch eher simple Geschichte verliert der Film dann allerdings deutlich an Fahrt. Langsam wird deutlich, dass nur Action eben nicht reicht, um einen abendfüllenden Film zu tragen und die Probleme des Plots fallen ins Gewicht: Das Motiv “Namen reinwaschen/unehrenhafte Entlassung rückgängig machen” taugt nicht wirklich als emotionaler Aufhänger, was die Story, die eher eine (aktualisierte) Vorgeschichte der Serie erzählt als wirklich den Serienstoff zu verfilmen, recht beliebig wirken lässt. In der Serie wurden Aufträge angenommen, hier ist das Handeln des A-Teams reiner Selbstzweck, was okay wäre, wenn es nicht um so etwas wohl nur für Mitglieder des Militärs nachvollziehbares ginge.
Auch schadet es dem Film, dass gefühlt alle 5 Minuten der Antagonist wechselt, keiner aber je wirklich als Bedrohung wahrgenommen wird. Klar, keiner hat ernsthaft Angst, dass der Plan des A-Teams nicht gelingt, aber ein Bisschen sollte man doch das Gefühl bekommen, dass hier wirklich etwas auf dem Spiel steht.
Dass dem Film bei all dem jeder Charme, der die Serie ausmachte, fehlt, macht das alles nicht besser. Die Besetzung ist halbwegs ordentlich, doch die Charaktere haben nie die Einzigartigkeit, die ihre Serienvorbilder hatten, wirken eher wie die Light-Versionen davon: Murdock hat seine kranken (und sehr witzigen) Momente, erreicht aber nicht die Verrücktheit der Serienfigur, Hannibal fehlt es klar an Präsenz und Autorität und Quinton Jackson hätte man auch komplett weglassen können, den Charme eines Mr. T. erreicht er nie.
Dass, anders als in der Serie, im Film getötet wird, war vorher klar und geht auch in Ordnung, immerhin geht es hier um modernes Actionkino und nicht Vorabend-/Nachmittagsunterhaltung. Dass das ganze im Film aber in Form von B.A.’s Gewissensbissen thematisiert und das Töten am Ende gar als heldenhaft dargestellt wird (nachdem Hannibal vorher sagt, sein Team könne Aufträge “ohne Blutvergießen” lösen) ist dann doch irgendwie ein Tritt in den Sack der Serienvorlage.
Trotz allem bietet Das A-Team aber irgendwie noch gute Unterhaltung. Das liegt daran, dass die Action größtenteils wirklich überzeugen kann und mit jeder Menge großartiger und angenehm verrückter Ideen aufwartet. Regisseur Joe Carnahan erweist sich in den Actionsequenzen als der Mann fürs Grobe: Während ihm im Mann-gegen-Mann-Kampf absolut die Übersicht fehlt, dank Wackelkamera und Schnitt-Staccato nie klar wird, wer gerade wo auf wen schießt , ist Das A-Team immer dann gut, wenn es richtig kracht: Wenn Panzer vom Himmel fallen oder Containerschiffe Jenga-like zusammenbrechen sorgt das, trotz offensichtlichem CGI, für den ein oder anderen “Fuck, yeah!”-Moment und rechtfertigt dann doch irgendwie den Sprung auf die Kinoleinwand. Das Ganze wird dann noch mit dem ein oder anderen oft wirklich coolen One-Liner kommentiert und schon hat man einige unvergessliche Actionmomente.
Das Potential ist also da – Das A-Team hätte auch eine wirklich gelungene Umsetzung werden können. Leider rauscht der Film so an einem vorbei, macht zwar ordentlich krach und bringt uns immer wieder zum Lachen, letztlich ist alles, was da auf der Leinwand passiert, aber reichlich egal. Im Serienformat geht “Action um der Action willen” in Ordnung, doch auf der Leinwand will ich als Zuschauer irgendwie involviert sein, will, dass zumindest ein wenig Spannung, ein wenig Gefühl für die angebliche Bedrohung durch die Antagonisten aufkommt. Das fehlt dem Film und macht ihn letztlich zu einem beliebigen, austauschbaren Actionreißer ohne echtes Feeling oder Charme.
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11 Aug 2010Bis einschließlich Sonntag befinde ich mich auf dem Open Flair Festival. Hier ist also Pause. Benehmt euch.